Ein Soldat im Porträt

Spannende Technik, weite Horizonte: 30 Jahre Veteran mit Leidenschaft

Jan, Fregattenkapitän bei der Marine, ist seit 30 Jahren Soldat. Dass er einmal Berufssoldat werden würde, hätte er früher nie gedacht. Seinen Job macht er immer noch jeden Tag gerne. Ein Gespräch über eine unerwartete Karriere – und die Frage, wie Anerkennung für Veteraninnen und Veteranen aussehen kann.

Jan, wie kam es, dass du Soldat geworden bist?

Damit hätte ich als Jugendlicher nie gerechnet. Ich habe mehrmals versucht, der Einberufung zu entgehen: erst durch die Schule, anschließend habe ich eine Ausbildung und ein duales Studium absolviert. Mit 23, 24 wurde ich dann doch eingezogen – ‚lebensälter‘ als die 18-Jährigen. Verweigern kam für mich dabei nicht infrage, weil mein Vater und mein Bruder Soldaten waren. Eigentlich wollte ich nur zehn Monate Grundwehrdienst machen. Als ich dann in Berührung mit Luftfahrzeugen kam, fand ich die Technik spannend. Und mein Staffelchef sagte: ‚Aus dir machen wir einen Offizier.‘ So ist es dann auch gekommen – heute bin ich Fregattenkapitän der Marine und als Berufssoldat immer noch bei der Bundeswehr.

Was möchtest du anderen über die Bundeswehr mitgeben?

Ich sage oft: Hey, schau mal – ich wollte selbst als junger Mensch nicht zur Bundeswehr, wäre nie auf die Idee gekommen, mich aktiv zu bewerben. Jetzt mache ich den Beruf seit 30 Jahren mit Leidenschaft. Lebenslanges Lernen, ein breiter Horizont, viele Möglichkeiten zur Weiterbildung: Die Bundeswehr ist unheimlich flexibel.

Der Veteranentag 2026 ist für dich…

Der nächste Schritt. Es ist gut, dass der Veteranentag letztes Jahr angelaufen ist und sich jetzt etabliert. Ich hoffe, in diesem Jahr schaffen wir noch mehr Sichtbarkeit und Akzeptanz. Ich wünsche mir, dass wir den Begriff ‚Veteran‘ ohne Klischees noch weiter in die Gesellschaft bringen. Dafür engagiere ich mich.

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